Pagerank-Sculpting mal anders ;-) (Bild www.clickfire.com)
Einige Jahre, im Netz eine Ewigkeit, haben die meisten kommerziellen Webmaster ängstlich auf den
“Pagerank” ihrer Seiten gestarrt. Dieser Google-intern erfundene Wert basiert auf höchst geheimen Kriterien und soll die
Wertigkeit und
Relevanz einer Website auf einer Skala von 0 bis 10 einsortieren.
Nebenbemerkung: nein, das heißt nicht “Seiten-Rang” auf Englisch, auch wenn das Mißverständnis sicher beabsichtigt war, es handelt sich um einen Eigennamen, der Erfinder und jetzige Google-Chef heißt halt lustigerweise “Page”.
Leider war der Pagerank in seiner ursprünglichen Form recht leicht zu manipulieren, mittlerweile wurde, teils mit dem Brecheisen und nicht nachvollziehbar, an den Bewertungskriterien herumgeschraubt – mit mäßigem Erfolg. Teils wurden auch “Pagerank-Abstrafungen” von Google gezielt eingesetzt, nicht nur gegen “Spammer”, sondern z.B. gegen Webseiten, die Google nicht genehme Werbeformen (Textlinks etc.) verwendeten – auch eine Form, mit Konkurrenz für AdSense umzugehen…
Alles in allem hat das Gewurschtel dazu geführt, daß kein vernünftiger Mensch den Pagerank noch ernst nimmt. Selbst Google nicht. Ich habe z.B. mit der Webseite des Elfenwald-Projektes eine lustige Entwicklung hinter mir (über die Jahre bis auf PR4 hoch, dann wegen Textlink-Werbung auf PR0, zwischenzeitlich 3, jetzt gerade wieder auf 2 runter, warum auch immer…), und die Zahl der Besucher, die Google mir schickt, ist ziemlich konstant geblieben bzw. leicht gestiegen. Der Pagerank ist also NICHT das Haupt-Kriterium, wie weit vorne man in den Suchergebnissen angezeigt wird. Und totale Blödsinnsblogs, die ich eher zu Testzwecken mal angelegt hatte und die fast nur wertlosen, halbautomatisch generierten Content enthalten, haben teilweise höheren Pagerank… *lach*
Mir ist es wurscht, und das empfehle ich auch jedem anderen: das Maß für den aktuellen Status einer Webseite (neben fröhlicher Selbstbefriedigung) sind Besucher, und zwar möglichst noch die, die man gerne auf seinen Seiten hat, bzw. die, die bei kommerziellen Projekten Umsatz bringen. Punkt.
Das wird auch so bleiben – Pagerank, oder teilweise etwas realitätsnahere Alternativen wie der “Relevance-Rank” hin oder her.
Ignorieren, auf gute Inhalte und (möglichst freiwillige, organische und “echte”) Backlinks konzentrieren. Fertig. Spielchen und kompliziertes Gepfriemel, um Google gnädig zu stimmen und/oder auszutricksen, kann man sich sparen.
Google hat sich nach dem Web und den Bedürfnissen der Menschen zu richten – nicht andersherum.