Die Babylonische Sprachverwirrung ist mutmaßlich eines der vielen dappigen Bibel-Märlein, aber mit den Folgen schlagen wir uns immer noch herum...
Diese Fragen stellen sich jedem, der im Netz Geld verdienen will.
Die Wahl hängt stark von den persönlichen Vorlieben, Fähigkeiten (wer im englischen Bereich tätig sein will, sollte zumindest ein charmantes “Germish” schreiben können…), und den geplanten Produkten / Nischen ab.
Ich kann daher nur für mich sprechen.
Mein Schwerpunkt liegt ganz klar im englischsprachigen Markt.
Warum? Mehr Menschen, mehr Geld, mehr Umsatz. Und ein anderer MindSet. Was wir “den Amis” ganz vorurteilsfrei sonst oft vorwerfen, ihre Kritiklosigkeit, ihre “Dummheit”, ihr Materialismus – ist für den Affiliate-Marketer sehr angenehm. Denn sie sind zugleich sehr viel entspannter.
Im deutschsprachigen Netz mußt Du Dich meist schon rechtfertigen, wenn Du ein Buch besprichst und dann Deinen Amazon-Affiliate-Link einbaust.
Du korrupte, kommerzielle Blogger-Nutte!!! Was bildest Du Dir ein – ich erweise Dir die Ehre, Deine langatmige Rezension zu lesen, und Du willst dann ernsthaft 70 Cent Provision von Amazon verdienen?
Man kann froh sein, wenn der freundliche Blockwart von nebenan nicht gleich noch das Impressum prüft und einen bei der Steuerfahndung anzeigt…
Deshalb: eigene Produkte und Dienstleistungen – ok, da bleibe ich größtenteils bei meiner Muttersprache. Aber selbst dafür verwende ich bereits lieber .com und .org-Domains, selbst wenn ich auf Deutsch schreibe – .de ist mir zu provinziell und zu riskant; was weiß denn ich, wann der “Verfassungsschutz” oder sonst eine neue Stasi die Denic endgültig übernimmt…
Und Nischen-Websites mit Amazon-Produkten oder Ebay-Auktionen und dergleichen: ohnehin nur US und Canada. Evt. noch UK. Fertig. Der Rest interessiert mich nicht, sollen andere machen.
Wobei es ja genug interessante andere Märkte gibt. Spanisch z.B. sprechen viele, viele Millionen Menschen. OK, im Schnitt ist die Kaufkraft nicht so ausgeprägt, in vielen spanischsprachigen Ländern gibt es Amazon oder Ebay erst gar nicht, und z.B. hier in Paraguay haben selbst Leute, die gut verdienen und in der IT-Branche tätig sind, keine Chance auf einen Paypal-Account (tja – das “Global Village” hat eine Menge neo-kolonialer Ghettos…) – aber es gibt andere Angebote, und: wenig Konkurrenz.
Die “SEO Bandidos” z.B. bewerben ihr Angebot, Websites für den Spanisch-sprechenden Markt zu optimieren, zu Recht mit dem Hinweis, daß hier oft Keywords, die im Englischen hoffnungslos überlaufen sind, noch lächerlich wenig Konkurrenz aufweisen. AdWords-Klickpreise von wenigen Cent. Nur eine Handvoll Websites mit dem Keyword in der URL oder im Title-Tag. Da geht noch was – und das gleicht u.U. die geringere Kaufkraft und die geringere Auswahl an Affiliateprogrammen locker wieder aus.
Wer sich entschließt, mehrere Märkte zu bedienen, sollte (neben passablen Sprachkenntnissen) auch ein wenig Sorgfalt auf die Ergründung der oft deutlich anderen Mentalität verwenden. Z.B. wundern sich Ami-InternetMarketer oft, wenn sie ihre halbwegs erfolgreichen CPALeads-Angebote auch mal auf deutschen Traffic loslassen, und dann NULL Conversion sehen… der meiste CPA Dreck funktioniert halt nicht im deutschen Kopf…
Ich werde weiterhin ein wenig zwischen den Welten herumeiern, mein Englisch schulen, und vielleicht, wenn mein Spanisch besser geworden ist, mal den einen oder anderen lokalen Versuch hier in Paraguay starten…
Und Du? Wie hast Du entschieden? Welche Märkte bedienst Du? Deutsch, Englisch, oder potentiell sehr ergiebige “Exoten” wie fernöstliche Märkte oder den arabischen Sprachraum? Kommentare willkommen!
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Das die Mentalität der Amis den affiliates sehr entgegen kommen müsste ist mir auch schon mal in den Sinn gekommen :D
Leider ist mein Englisch nicht auf dem Niveau das ich im .com-Bereich etwas reißen könnte…
*lol* – ja, tut sie!
Was das Englisch-Niveau angeht: da kann man ja dran arbeiten. Und: meins ist auch nicht gerade perfekt. Das ist aber kein Hinderungsgrund. Wenn man charmant auf seinen Seiten darauf hinweist, daß man halt ein dummer Kraut ist und sich Mühe gibt, nicht allzu furchtbares “Germish” zu schreiben, hat man oft sogar einen Sympathie-Bonus… ;-)
Du böser Kommerzblogger! Nein, Spaß… Ich, bzw., wir konzentrieren uns auch eher auf die USA und Kanada… und haben kürzlich in einer Nische auf ganz Europa ausgeweitet, aber trotzdem immernoch Englisch.
Es macht einfach mehr Spaß und ist, wie du schon schreibst, viel entspannter.
Die Deutschen sind im Kopf so arrgh “Stackenblocken”… falls du das nicht kennst, einfach mal auf YouTube nach “Stackenblocken” suchen.. ist lustig, und wahr. ;)
Bis die Tage! Schöner Blog, werde mal wieder vorbeischauen. :)
*lol*, Stackenblocken kannte ich tatsächlich noch nicht, trifft es aber. – jaja, es lebe der rechte Winkel, ob nun auf der Anrichte oder im Denken…