Ethik beim Geldverdienen?

“Hä? Wer hat hier nen Tick? Kenn ja eTickets. Aber Ethik?? “

So ticken heute die meisten, gerade die, die um jeden Preis im Netz oder sonstewie Geld “machen” wollen. Kriminelle wie Bundesbank-Chef Ackermann (“Mister 25%”) machen es vor, und in einer Branche, die Gestalten wie Rockefeller oder Donald Trump als Vorbilder sieht (oder kleine Kunstfiguren wie den “Rich Jerk” und seinen deutschen Abklatsch “Der Reiche Sack”…) – nun gut. Gehen wir gar nicht weiter drauf ein.

Was zicke ich hier also mit so etwas wie einer “Ethik” beim Geldverdienen herum?

Weil ich es so will. Du kannst Deinen Weg auf Deine Weise gehen. Karma ist optional (wenn man mal von einfachen Ursache-Wirkung-Mechanismen absieht), und nichts hindert Dich daran, als reue- und gewissenloses Arschloch durch Dein Leben zu gehen.

Ich habe, gerade weil ich selbst nicht immer optimale Lösungen gefunden und ein paar Dinge übel an die Wand gesetzt habe, anderes im Sinn.

Wobei – verwechsel das bitte nicht mit simplem “Gut”-”Böse”-Denken.

Während meiner Landstreicherzeit habe ich gerne mal die Opferstöcke in Kirchen kontrolliert, besonders den des Antonius, “Für die Armen” steht da schließlich dran, nicht “Für die Kinderficker”. Da haben oft Menschen Geldscheine reingestopft, und zwar so, daß sie sich mit wenig Aufwand und gewaltfrei herausangeln ließen und tatsächlich einem “Armen”, der ich damals war, zugute kamen. Böse? Unethisch? *lach* – ich hatte bei denen noch was gut vom letzten Scheiterhaufen.

Du allein definierst, was für Dich gut und richtig ist.

Ich habe z.B. kein Problem damit, wenn Google AdSense auf meinen Seiten irgendeinen Quatsch bewirbt, den ich nicht einmal mit dicken Handschuhen anfassen würde, geschweige denn empfehlen. Wer immer noch nicht weiß, wie AdSense funktioniert, und wer auf bestimmte Angebote anspringt: der braucht diese Erfahrung noch, scheint mir. Und lenkt durch seinen Klick ein paar Cent oder Euro aus einer unsympathischen Kasse in meine um. Virtueller Opferstock, sozusagen.

Ich habe aber ein Problem damit, irgendeinen Bullshit über den grünen Klee zu loben und dringend meinen Besuchern oder meiner Mailingliste zu empfehlen, ohne das Beworbene auch nur zu kennen. Nur, weil der überteuerte Mist 60 Prozent Provision über Clickbank zahlt und innerhalb des “Inner Circle” der sog. “Internet Marketing Gurus” entstanden ist, die ausschließlich ihren recycleten Unfug gegenseitig an ihre Schafherden verkaufen und noch nie etwas außer ihren “Infoprodukten” und überteuerten Seminärchen wirklich verkauft und erfolgreich gemacht haben…

Ich mag auch eine bestimmte Art von druckvollem Verkaufen nicht – natürlich senkt diese Selbstbeschränkung meine Umsätze. Und? Dafür kotzen meine Kunden bzw. Referrals weniger oft, haben keine Magengeschwüre, und fühlen sich von mir nicht verarscht. Sie bleiben bei mir. Und ich habe im Schnitt eher intelligente Leser und Kunden. “Marketing to the Herd” Ethik beim Geldverdienen? überlasse ich anderen (die in diesem Buch beschriebenen Grundsätze stimmen übrigens einwandfrei, aber halt nur für die Massen, die mir wahlweise rechts oder links am Allerwertesten vorbeigehen).

Ich halte es lieber mit dem “Karma of Kindness”. Funktioniert, auch innerhalb dieses Lebens. Vielleicht nicht, wenn man dutzende Neger, ähm, “Outsourcing-Dienstleister” beherrschen will und zwei Maserati anstelle der Hoden braucht. Aber ansonsten ist es die erfüllendere Variante.

Was heißt das nun konkret für diese WebSite?

KLAR habe ich nichts dagegen, aus Deinem Besuch hier ein wenig Kapital zu schlagen. Auch hier gibt es AdSense, Affiliate-Links, und sogar ein paar Clickbank-Produkte (ist zwar 90% dort überteuerter Mist, aber nicht alles…)

Aber: wenn ich eine “Review” schreibe, dann weißt Du: ich kenne das, worüber ich da schreibe. Und wenn ich es empfehle, dann heißt das, daß ich die Software, das Buch oder WasAuchImmer gut finde, und in den meisten Fällen auch aktiv selbst nutze oder genutzt habe.

Wenn also hier etwas aktiv empfohlen wird, dann taugt es was. Zumindest für mich. Ob es für Dich taugt – mußt DU herausfinden. Definiere Deine Vision, Deine Strategie, der Du folgen willst – und wenn die sich in Teilbereichen mit dem deckt, was ich treibe, dann kannst Du garantiert mit meinen Empfehlungen etwas anfangen.

Gut. Genug Ethik.

Und jetzt geh kaufen… ;-)

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